Todesfall

Verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft

Versicherte, die mit ihrem Partner in einer eingetragenen Partnerschaft leben, sind Ehepaaren gleichgestellt

Stirbt ein verheirateter, resp. in eingetragener Partnerschaft lebender aktiver oder invalider Versicherter, so hat sein Partner Anspruch auf eine lebenslange Ehepartnerpension, sofern er eine der folgenden Bedingungen erfüllt:

a)       er versorgt mindestens ein unterhaltsberechtigtes Kind oder

b)       er hat das 45. Altersjahr vollendet und ist seit mindestens fünf Jahren verheiratet.

Der überlebende Partner, welcher keine dieser Voraussetzungen erfüllt, hat Anspruch auf eine einmalige Abfindung in der Höhe von drei Jahrespensionen. Die Dauer einer Lebenspartnerschaft wird an die Dauer der Ehe resp. eingetragenen Partnerschaft angerechnet. In diesem Fall wird das Sparkapital im Pensionsplan gemäss der Begünstigtenordnung ausbezahlt.

Das Sparkapital oder der allenfalls höhere Wert der Fondsanteile aus dem Kapitalplan sowie das versicherte Risikokapital und ein allfälliger Betrag auf dem VP-Konto werden grundsätzlich in jedem Fall fällig und unmittelbar nach dem Todesfall gemäss Begünstigtenordnung ausbezahlt.

Im Todesfall eines aktiven Versicherten wird zwischen Hinterlassenenleistungen während der aktiven Versicherungsdauer des Versicherten sowie Leistungen nach seiner hypothetischen Pensionierung unterschieden.

Bis zum hypothetischen Rücktrittsalter des Versicherten beträgt die Ehepartnerpension 60% der temporären Invalidenpension.

Zum Zeitpunkt, zu dem der verstorbene Versicherte das ordentliche Rentenalter erreicht hätte, erfolgt eine Neuberechnung der Ehepartnerpension auf 60% der Alterspension, welche sich aus dem dann gültigen Umwandlungssatz und dem weitergeführten Sparkapital im Pensionsplan ergibt.

Alle Beträge finden Sie jeweils auf Ihrem Pensionskassenausweis.

Rentenkürzung bei grossem Altersunterschied

Ist der Partner um mehr als 10 Jahre jünger als der verstorbene Versicherte, so wird die so errechnete Ehepartnerpension gekürzt. Für jedes volle Jahr über 10 Jahre Altersdifferenz beträgt die Kürzung 4% pro volles Jahr. Im Minimum erhält der Partner die Ehegattenrente gemäss BVG-Minimum.

Wiederverheiratung

Heiratet der verwitwete Partner wieder, so verfällt der Anspruch auf die laufende Ehepartnerpension im Folgemonat der Heirat und die Pensionskasse Swiss Re richtet eine Abfindung in der Höhe von 3 Jahrespensionen aus. Mit der Auszahlung erlöschen sämtliche Ansprüche gegenüber der Pensionskasse Swiss Re. Der verwittwete Partner ist verpflichtet, seine Wiederverheiratung umgehend der Pensionskasse zu melden. Ehegattenrenten, welche aufgrund einer verspäteten Meldung ausbezahlt wurden, werden von der Pensionskasse Swiss Re zurückgefordert. 

VP-Konto und Kapitalplan

Der Betrag aus dem VP-Konto sowie das Sparkapital oder der allenfalls höhere Wert der Fondsanteile aus dem Kapitalplan und das versicherte Risikokapital werden grundsätzlich in jedem Fall fällig und nach Erhalt des Erbscheins gemäss Begünstigtenordnung ausbezahlt. 

Anmeldung des Anspruchs

Die Anspruchsberechtigten müssen ihren Anspruch spätestens 6 Monate nach dem Tod der versicherten Person gegenüber der Pensionskasse Swiss Re geltend machen.

Mit Partnervertrag

Eine Partnerpension für eine eheähnliche Lebensgemeinschaft kann geltend gemacht werden, wenn folgende Bedingungen durch den Partner erfüllt werden:

a)     er versorgt mindestens ein unterhaltsberechtigtes Kind oder

b)     er hat das 45. Altersjahr vollendet und die Lebensgemeinschaft hat im Zeitpunkt des Todes mindestens ununterbrochen 5 Jahre gedauert und bestand zum Zeitpunkt des Todes noch und

c)      ein schriftlicher Partnervertrag, welcher bei der Pensionskasse registriert wurde, liegt vor.

PDF  Partnervertrag

Der entsprechende Partnervertrag muss der Pensionskasse zu Lebzeiten des Versicherten zur Registrierung eingereicht werden. Die Pensionskasse registriert den Partnerschaftsvertrag und Sie erhalten den Vertrag gestempelt im Original zurück. Die Registirierung erscheint als Hinweis auf der ersten Seite Ihres Pensionskassenausweises. Nach dem Todesfall muss dieses Original innert 3 Monaten bei der Pensionskasse eingereicht werden.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, ist die Partnerpension für eheähnliche Lebensgemeinschaft identisch mit der Ehepartnerpension.

Rentenkürzung bei grossem Altersunterschied

Ist der Partner um mehr als 10 Jahre jünger als der verstorbene Versicherte, so wird die so errechnete Partnerpension gekürzt. Für jedes volle Jahr über 10 Jahre Altersdifferenz beträgt die Kürzung 4% pro volles Jahr. Im Minimum erhält der Partner die Partnerrente gemäss BVG-Minimum.

Wiederverheiratung

Heiratet der Partner, so verfällt der Anspruch auf die laufende Partnerpension im Folgemonat der Heirat und die Pensionskasse Swiss Re richtet eine Abfindung in der Höhe von 3 Jahrespensionen aus. Mit der Auszahlung erlöschen sämtliche Ansprüche gegenüber der Pensionskasse Swiss Re.

VP-Konto und Kapitalplan

Der Betrag aus dem VP-Konto sowie das Sparkapital oder der allenfalls höhere Wert der Fondsanteile aus dem Kapitalplan und das versicherte Risikokapital werden grundsätzlich in jedem Fall fällig und nach Erhalt des Erbscheins gemäss Begünstigtenordnung ausbezahlt.

Anmeldung des Anspruchs

Die Anspruchsberechtigten müssen ihren Anspruch spätestens 3 Monate nach dem Tod der versicherten Person gegenüber der Pensionskasse Swiss Re geltend machen.

Ohne Hinterlassenleistungen

Wenn der aktive Versicherte zum Todeszeitpunkt nicht verheiratet ist, in keiner eingetragenen Partnerschaft lebt, und keinen anspruchsberechtigten Konkubinatspartner für eine Partnerpension hinterlässt, sind keine Hinterlassenenleistungen geschuldet. In diesem Fall werden das Altersguthaben aus dem Pensionsplan und das Sparkapital sowie das Risikokapital aus dem Kapitalplans als einmalige Todesfallsumme gemäss der reglementarischen Begünstigtenordnung ausgerichtet.

Die Höhe der Todesfallsumme entspricht dem vorhandenen Altersguthaben des Pensionsplans, dem Sparkapital des VP-Kontos und dem vorhandenen Sparkapital und Risikokapital im Kapitalplan und wird nach der Begünstigtenordnung verteilt.

Begünstigtenordnung Pensionsplan inkl. VP-Konto

Hinterlässt ein aktiver oder invalider Versicherter im Todesfall vor der Pensionierung keinen Ehepartner, eingetragenen Partner oder Lebenspartner mit Anspruch auf Ehepartnerpension bzw. Partnerpension, so wird das Sparkapital als Todesfallsumme ausgerichtet.

Folgende Personen können im Pensionsplan inkl. VP Konto begünstigt werden:

Begünstigtenkategorie A

a)           Die Kinder, die Anspruch auf eine Waisenpension haben; bei deren Fehlen

b)           Natürliche Personen, die vom Versicherten in erheblichem Masse unterstützt                      worden sind;  

Begünstigtenkategorie B

a)          Die Kinder, die gemäss Art. 40 keinen Anspruch mehr geltend machen können                   oder das 25. Altersjahr bereits überschritten haben; bei deren Fehlen

b)         die Eltern; bei deren Fehlen

c)          die Geschwister.

Die Aufteilung des Todesfallkapitals unter mehreren Anspruchsberechtigten erfolgt zu gleichen Teilen.

Der Versicherte kann die vorgesehene Aufteilung innerhalb der einzelnen Gruppen jederzeit abändern und / oder die Aufteilung des Todesfallkapitals unter mehreren Begünstigten der gleichen Begünstigungskategorie zu unterschiedlichen Teilen bestimmen. Er muss dies zu Lebzeiten der Pensionskasse Swiss Re schriftlich mitteilen.

Die Rangordnung der Begünstigungskategorien kann aufgrund gder gesetzlichen Vorschriften nicht geändert werden.

Begünstigtenordnung Kapitalplan

Folgende Personen können im Kapitalplan begünstigt werden:

Begünstigtenkategorie A

a)       Die Kinder, die Anspruch auf Waisenpension haben


Begünstigtenkategorie B

a)      Personen, für deren Unterhalt der verstorbene Versicherte massgeblich aufgekommen ist, oder die Person, die mit dem Versicherten in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft gestanden ist, bei deren Fehlen

b)       die Kinder, die keinen Anspruch auf Waisenpension mehr haben oder das 25. Altersjahr bereits überschritten haben, bei deren Fehlen

c)       die Eltern; bei deren Fehlen

d)       die Geschwister.

Die Aufteilung des Todesfallkapitals unter mehreren Anspruchsberechtigten erfolgt zu gleichen Teilen.

Der Versicherte kann die vorgesehene Aufteilung innerhalb der einzelnen Gruppen jederzeit abändern und / oder die Aufteilung des Todesfallkapitals unter mehreren Begünstigten der gleichen Begünstigungskategorie zu unterschiedlichen Teilen bestimmen. Er muss dies zu Lebzeiten der Pensionskasse Swiss Re schriftlich mitteilen.

Die Rangordnung der Begünstigungskategorien kann nicht geändert werden.

Waisen

Stirbt ein aktiver, invalider oder pensionierter Versicherter, so haben seine minderjährigen Kinder, resp. noch in Ausbildung stehenden Kinder bis zum 25. Altersjahr Anspruch auf eine Waisenpension.

Die Waisenpension beträgt für jede Halbwaise 20%, für jede Vollwaise 40% der versicherten temporären Invalidenpension, laufenden Invalidenpension oder der laufenden Alterspension. Bei drei oder mehr Kindern werden höchstens drei Waisenpensionen ausgerichtet.

Kinder, mit denen der Versicherte das Kindsverhältnis erst nach Erreichen des effektiven Rücktrittsalters begründet hat, haben lediglich Anspruch auf die Mindestleistungen gemäss BVG.

Die Waisenpension wird bis zur Vollendung des 18. Altersjahres ausgerichtet. Für Kinder, die noch in der Ausbildung stehen oder die infolge eines körperlichen oder geistigen Gebrechens vermindert oder nicht erwerbsfähig sind, besteht der Pensionsanspruch bis zum vollendeten 25. Altersjahr.

Ab 18 Jahren ist der Anspruch des Kindes durch eine Ausbildungsbestätigung zu belegen.

Geschiedene Ehepartner

Beim Tod eines geschiedenen Versicherten hat der geschiedene Ehegatte Anspruch auf die gesetzlichen Mindestleistungen gemäss BVG, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Risikokapital

Stirbt der Versicherte vor seinem Altersrücktritt, so folgt der Anspruch auf das Risikokapital bei Tod, dem Anspruch auf das Sparkapital im Todesfall im Sinne des Kapitalplans.

Die Höhe des Risikokapitals bei Tod richtet sich nach dem versicherten Lohn im Pensionsplan und den fehlenden ganzen Jahren bis zum ordentlichen Rücktrittsalter von 65 Jahren.

Für jedes fehlende Jahr beträgt das Risikokapital 10 % des versicherten Lohnes.