FAQ

Was bedeutet es, bei der Pensionskasse Swiss Re versichert zu sein?

Es bedeutet, dass Sie und/oder Ihre Begünstigten (z.B. Ehepartner, Lebenspartner und Kinder) bei Verlust Ihres Erwerbseinkommens infolge Alter, Erwerbsunfähigkeit oder Tod Leistungen von der Pensionskasse Swiss Re erhalten.

Welchen Vorsorgeplan bietet die Pensionskasse Swiss Re?

Die Pensionskasse Swiss Re umfasst

  • einen Pensionsplan und
  • einen Kapitalplan.

Zusätzlich können Sie noch ein VP Konto durch freiwillige Einkäufe äufnen. Aus diesem VP Konto können die Altersrente bei einem freiwilligen vorzeitigen Altersrücktritt erhöhen und / oder eine Ergänzungspension bis zum Alter 65 finanzieren.

Warum zwei Pläne?

Die Pensionskasse Swiss Re führt zwei Pläne, um

  1. Ihnen einen umfassenden Versicherungsschutz zu bieten;
  2. das leistungsabhängige Lohnsystem zu widerspiegeln, in dem der Lohn im Pensionsplan und der effektive Bonus im Kapitalplan die massgebenden Bezugsgrössen sind;
  3. Sie entscheiden zu lassen, in welchen Plan Sie vorzugsweise einen eventuellen zusätzlichen Einkauf tätigen wollen.

Wann beginnt Ihr Versicherungsschutz?

Grundsätzlich mit dem Beginn des Arbeitsverhältnisses, frühestens jedoch:
Aufnahme in die Risikoversicherung des Pensionsplans ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres, sofern ein Jahreslohn von CHF 21 330.- erzielt wird
Aufnahme in die Vollversicherung des Pensionsplans ab 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres.

Wann endet Ihr Versicherungsschutz?

  1. Im Pensionsplan mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus einem anderen Grund als Tod, Invalidität oder Pensionierung.
  2. Im Kapitalplan mit der Auszahlung des angesammelten Sparkapitals, d.h. grundsätzlich mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
  3. Die Risiken Tod und Invalidität bleiben bei der Pensionskasse Swiss Re bis zum Eintritt in eine neue Vorsorgeeinrichtung, längstens aber für die Dauer eines Monats nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, gedeckt.

Was passiert bei Ihrem Eintritt in die Pensionskasse Swiss Re?

  • Die Austrittsleistung Ihrer vorherigen Pensionskasse muss der Pensionskasse Swiss Re als Eintrittsleistung überwiesen werden. Damit werden Sie im Pensionsplan eingekauft.
  • Bringen Sie keine Austrittsleistung mit oder ist der überwiesene Betrag kleiner als die maximal mögliche Einkaufssumme im Pensionsplan, können Sie bis Alter 65 bis zu diesem Maximum einen zusätzlichen Einkauf tätigen.
  • Überschreitet die Eintrittsleistung die maximal mögliche Einkaufssumme im Pensionsplan, so können Sie wählen, ob wir den Restbetrag dem VP Konto oder dem  Kapitalplan als Einkauf gutschreiben sollen oder ob Sie damit ein Freizügigkeitskonto eröffnen möchten.

Was passiert bei Ihrem Austritt aus der Pensionskasse Swiss Re?

Grundsätzlich wird Ihre gesamte Austrittsleistung (Pensionsplan, VP Konto und Kapitalplan) der Pensionskasse Swiss Re an die Vorsorgeeinrichtung Ihres neuen Arbeitgebers überwiesen.
Die Risiken Tod und Invalidität bleiben im Pensionsplan bei der Pensionskasse Swiss Re bis zum Eintritt in die neue Vorsorgeeinrichtung, längstens aber für die Dauer eines Monats nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, gedeckt.

Wie beeinflussen Kapitalbezüge bei der Pensionierung die Höhe der Altersleistungen?

Kapitalbezüge bei der Pensionierung schmälern das Altersguthaben. Die Rentenhöhe ergibt sich durch die Berechnung:

Altersguthaben im Pensionsplan * Umwandlungssatz = Jährliche Alterspension.

Dadurch reduziert jeder Kapitalbezug die Alterspension. Je höher der Kapitalbezug und je kleiner das verbleibende Altersguthaben ist, desto stärker sinkt die Alterspension.

Was ist ein Umwandlungssatz?

Der Umwandlungssatz ist der Prozentsatz, mit welchem das Altersguthaben im Pensionsplan zum Zeitpunkt des Altersrücktrittes in die jährliche Alterspension umgerechnet wird.

Beispiel: Jahrgang 1954, Alter 65, Hinterlassenenleistung gemäss gesetzlicher Mindestleistung BVG, Altersguthaben im Pensionsplan CHF 500 000, Umwandlungssatz 4,93%. Die jährliche Alterspension beträgt demzufolge 4,93% von CHF 500 000, also CHF 24 650.

Warum verwendet die Pensionskasse Swiss Re jahrgangsabhängige Umwandlungssätze?

Die statistisch ermittelte Lebenserwartung hat einen grossen Einfluss auf den Umwandlungssatz. Indem die Pensionskasse Swiss Re Generationentafeln verwendet, werden jüngeren Versicherten tiefere Umwandlungssätze zugeordnet als älteren Versicherten. Damit trägt die Pensionskasse Swiss Re auch der künftig steigenden Lebenserwartung Rechnung.

Kommt bei Frauen und Männern der gleiche Umwandlungssatz zur Anwendung?

Die Pensionskasse Swiss Re unterscheidet nicht zwischen den Geschlechtern. Um den verschiedenen Lebensmodellen unserer Versicherten Rechnung zu tragen, hat die Pensionskasse Swiss Re neu unterschiedliche Umwandlungssätze eingeführt, die je nach Höhe der gewählten Hinterlassenenleistung unterschiedlich ausfallen. Je höher die Hinterlassenenleistung, desto tiefer der Umwandlungssatz und damit der Betrag der Alterspension.

Was ist der Unterschied zwischen Perioden- und Generationentafeln?

Die Sterbetafel gibt Auskunft, wie viele Personen einer grossen Gruppe pro Altersjahr sterben. Die Lebenserwartung eines neugeborenen Kindes und die Lebenserwartung einer Person in einem bestimmten Alter lassen sich damit statistisch berechnen.

Für die Berechnung des Umwandlungssatzes ist die Lebenserwartung einer Person im Alter von 65 Jahren wichtig. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: die Periodentafel und die Generationentafel.

  • Periodentafel

Die Periodentafel ist eine Momentaufnahme. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines 10-jährigen Kindes wird im gleichen Zeitraum wie jene einer 65-jährigen Person gemessen. Das 10-jährige Kind wird aber in 55 Jahren, wenn es 65-jährig ist, höchstwahrscheinlich eine höhere Lebenserwartung haben, als eine heute 65-jährige Person.

  • Generationentafel

Die Generationentafel berücksichtigt die steigende Lebenserwartung und zwar auch nach der Pensionierung. Unter Experten gilt diese Grundlage als zuverlässiger. Gemäss Generationentafel lebt der Mensch länger als gemäss Periodentafel, denn die steigende Lebenserwartung wird bereits eingerechnet. Das ist wichtig für die Festsetzung des Umwandlungssatzes: Wird von einer zu tiefen Lebenserwartung ausgegangen, erhalten die Rentenbezüger pro Jahr eine zu hohe Rente. Das Geld, das sie während ihrer Berufstätigkeit für ihre eigene Rente angespart haben, reicht nicht bis zum Lebensende. Die Rente ist aber bis zum Tod garantiert. Das fehlende Kapital muss deshalb über den Kapitalmarkt erwirtschaftet oder durch die aktiven Versicherten querfinanziert werden. Diese systemwidrige Umverteilung findet heute statt, wird aber mit der Verwendung von Generationentafeln signifikant reduziert. Die Pensionskasse Swiss Re wendet Generationentafeln seit dem 1. Januar 2015 an.

Was versteht man unter dem Begriff 'technische Grundlagen'?

Die Berechnungen der Verpflichtungen der Pensionskassen basieren auf biometrischen Grundlagen, also beispielsweise der Wahrscheinlichkeit zu sterben, invalid zu werden oder verheiratet zu sein. Diese Wahrscheinlichkeiten werden aus Statistiken gewonnen, die aufgrund von Beobachtungen grosser Versichertenbestände über mehrere Jahre erstellt werden. Das Zusammenstellen aller Wahrscheinlichkeiten und den daraus resultierenden Barwerten zur Berechnung von Pensionsverpflichtungen wird als "technische Grundlagen" bezeichnet.

Warum ändern die technischen Grundlagen?

Die technischen Grundlagen müssen regelmässig erneuert werden, da beispielsweise die Wahrscheinlichkeit zu sterben oder invalid zu werden nicht konstant ist, sondern sich verändert. Die fortlaufende Erhöhung der Lebenserwartung der letzten Jahrzehnte ist ein bekanntes Beispiel dafür. Die Veränderung gesetzlicher Vorgaben und konjunkturelle Umstände können die Wahrscheinlichkeit einer Invalidisierung ebenfalls beeinflussen.

Gemäss Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) gilt ein Umwandlungssatz von 6,80%. Weshalb bezahlt die Pensionskasse Swiss Re z. B. für den Jahrgang 1954 im Alter von 65 nur noch 4,55% (Option 1)?

Der Umwandlungssatz von 6,80% gilt nur auf der gesetzlichen Mindestleistung im Rahmen des BVG-Obligatoriums (siehe 'BVG-Altersguthaben' auf dem Versicherungsausweis). Die Pensionskasse Swiss Re bietet deutlich höhere, sogenannte umhüllende Leistungen an. Solange die gesetzlichen BVG-Mindestleistungen eingehalten werden, darf die Pensionskasse auf das gesamte Altersguthaben tiefere Umwandlungssätze festlegen.

Der Stiftungsrat der Pensionskasse Swiss Re legt den Umwandlungssatz für den überobligatorischen Teil basierend auf dem langfristigen Zinsumfeld und der Lebenserwartung fest. Dies ergibt einen Mischsatz, der sicherstellt, dass die gesetzlichen Vorgaben jederzeit eingehalten werden.

Die Einhaltung der Mindestleistungen wird für jeden einzelnen Versicherten sichergestellt.

Kommen die Optionen für die Gestaltung der Hinterlassenenleistung für Ehepartner auch für eheähnliche Lebensgemeinschaften zur Anwendung? Wenn ja: Wie müssen die Versicherten vorgehen und welche Fristen müssen beachtet werden?

Die Optionen für die Gestaltung der Hinterlassenenleistung für Ehepartner kommen auch bei eheähnlichen Lebensgemeinschaften (Konkubinat) zur Anwendung. Der Versicherte wählt spätestens zwei Monate vor seiner Pensionierung die von ihm gewünschte Option und teilt sie der Pensionskasse Swiss Re schriftlich mit. Bei verheirateten Versicherten ist eine schriftliche Zustimmung des Ehepartners erforderlich, wobei die Unterschrift des Ehepartners amtlich beglaubigt sein muss. Der Ehepartner kann die Unterschrift auch unter Beibringung eines Identitätsnachweises und durch persönliches Vorsprechen am Sitz der Pensionskasse Swiss Re geben. Für eheähnliche Lebensgemeinschaften gilt diese Vorschrift nicht.

Ohne Mitteilung des Versicherten wird der Umwandlungssatz mit einer Ehepartnerpension von 60% der Alterspension angewendet.

Mögliche Optionen:

Option 1: Ehepartnerpension in Höhe von 60% der Alterspension

Option 2: Ehepartnerpension in Höhe von 100% der Alterspension

Option 3: Ehepartnerpension entspricht der gesetzlichen Mindestleistung gemäss BVG

Eingetragene Partnerschaften sind der Ehe gleich gestellt.

Können Einkäufe für die Finanzierung einer freiwilligen vorzeitigen Pensionierung oder der Ergänzungspension von den Steuern abgezogen werden?

Alle Einkäufe in die Pensionskasse Swiss Re, d.h. Einkäufe in den Pensionsplan, den Kapitalplan oder auf das VP-Konto (Vorfinanzierung vorzeitige Pensionierung) zur Vorfinanzierung einer freiwilligen vorzeitigen Pensionierung oder Ergänzungspension, können bei den Steuern als Einkommensminderung geltend gemacht werden.

Drei wichtige Punkte sind zu beachten:

a)      3-Jahresfrist: Wenn der letzte Einkauf vor einem Kapitalbezug weniger als drei Jahre zurück liegt, wird die Steuerbehörde die Veranlagung um den Einkaufsbetrag korrigieren und der Versicherte muss Nachsteuern zahlen (inkl. Verzugszins).

b)      Zuzug aus dem Ausland: Wenn ein Versicherter noch nie bei einer schweizerischen Pensionskasse versichert war und sein Zuzug aus dem Ausland weniger als fünf Jahre zurückliegt, darf dieser Versicherte pro Jahr maximal 20% seines versicherten Lohns (gemäss Versicherungsausweis) als Einkauf tätigen.

c)      Die Einkäufe des Versicherten für eine freiwillige vorzeitige Pensionierung können dem VP-Konto nur gutgeschrieben werden, wenn das Altersguthaben im Pensionsplan den definierten Höchstbetrag erreicht hat. Bei Versicherten, die trotz Einkauf in das VP-Konto auf die freiwillige vorzeitige Pensionierung verzichten und deren Leistungen bei einem sofortigen Rücktritt 105% des modellmässig berechneten Leistungsziels bei einer vollständige Versicherungsdauer* im ordentlichen Rücktrittsalter überschreiten, wird das Altersguthaben nicht mehr verzinst. Ausserdem werden keine Altersgutschriften mehr gewährt und keine Sparbeiträge mehr erhoben.
* Alterspension entspricht 60 % des letzten versicherten Lohnes

Was kann sonst noch mit den Vorsorgemitteln unternommen werden?

Sie können unter bestimmten Voraussetzungen Ihre Austrittsleistung (Pensionsplan und Kapitalplan) ganz oder teilweise zum Erwerb von Wohneigentum verwenden.
Im Scheidungsfall wird die Hälfte der während der Ehe erworbenen Austrittsleistung (Pensionsplan und Kapitalplan) zugunsten Ihres ehemaligen Ehepartners überwiesen.

Welches sind Ihre Rechte?

Nebst dem Anspruch auf Leistungen haben Sie Anrecht auf alle Informationen über die Organisation, das Geschäft und die Anlagetätigkeit der Pensionskasse Swiss Re, mit Ausnahme von persönlichen Daten anderer Versicherter. Über Ihre voraussichtlichen individuellen Ansprüche werden Sie jährlich mit dem Versicherungsausweis informiert. Sofern Ihnen die gewünschten Informationen nicht automatisch zugestellt werden, können Sie diese beim Pensionskassen-Team oder bei einem Mitglied des Stiftungsrates anfordern.

Welches sind Ihre Pflichten?

Sie sind verpflichtet, der Pensionskasse Swiss Re alle notwendigen Auskünfte zu erteilen, insbesondere Angaben über

  • die Austrittsleistung Ihrer vorherigen Pensionskasse,
  • Ihre Einkommensveränderungen und Veränderungen in Ihrem Gesundheitszustand während einer Arbeitsunfähigkeit,
  • die Änderungen Ihres Zivilstands und Ihrer Familienverhältnisse.

Wie wird die Pensionskasse Swiss Re verwaltet?

Die Pensionskasse Swiss Re wird durch eine Stiftung betrieben, die unter der Aufsicht des Kantons Zürich steht. Als Stiftung ist die Pensionskasse Swiss Re rechtlich unabhängig.
Das oberste Organ der Stiftung ist der Stiftungsrat, dessen Mitglieder für deren Tätigkeiten persönlich verantwortlich sind. Der Stiftungsrat delegiert besondere Aufgaben wie Geschäftsführung und Vermögensanlage an speziell bezeichnete Personen.

Was können Sie unternehmen, wenn Sie mit einem Entscheid nicht einverstanden sind?

Wenn Sie mit einem Entscheid nicht einverstanden sind, gilt folgender Rekursweg:

  1. Einwand bei der Geschäftsführung der Pensionskasse Swiss Re.
  2. Berufung an den Stiftungsrat.
  3. Üblicher Rechtsweg: Eine Klage an das kantonale Versicherungsgericht Zürich ist in der Regel kostenlos und erfordert keinen Anwalt.

Als Ombudsstelle können Sie die Aufsichtsbehörde des Kantons Zürich kontaktieren.

Die Mitarbeitenden der Pensionskasse stehen Ihnen für sämtliche Fragen zur Verfügung.