Beschränkungen

 

Für Versicherte, die aus dem Ausland kommen und erstmals in einer Schweizer Vorsorgeeinrichtung versichert sind, ist der freiwillige Einkauf während den ersten fünf Jahren, pro Kalenderjahr, auf maximal 20% des versicherten Lohnes beschränkt.

Freiwillige Einkäufe in den Pensionsplan, das VP-Konto und in den Kapitalplan, die mit privaten Mitteln finanziert werden, sind für alle Versicherten auch insofern beschränkt, als dass allfällige vorhandene Guthaben auf in der Schweiz existierenden Freizügigkeitskonten oder Freizügigkeitspolicen, vom maximal möglichen Einkauf in Abzug gebracht werden müssen, sofern diese Guthaben nicht in die Pensionskasse transferiert werden.

Auch Guthaben auf 3a-Säule Konten oder Versicherungen müssen nach Vorgaben des Gesetzgebers am Einkauf angerechnet werden, sofern diese Guthaben einen bestimmten Betrag überschreiten, was der Fall sein kann, wenn ein Versicherter während seines Erwerbslebens auch eine selbständige Erwerbstätigkeit ausübte.

Die Situation der steuerpflichtigen Person ist in Bezug auf die berufliche Vorsorge
(2. Säule) stets als Ganzes zu würdigen (sogenannte konsolidierte Betrachtung). Allfällige Überschüsse im Rahmen anderer Vorsorgelösungen bzw. –pläne, welchen der Versicherte angehört (auch bei anderen Vorsorgeeinrichtungen), sind bei der Einkaufsberechnung zu berücksichtigen und reduzieren die einzukaufende Deckungslücke (SGE 2011 Nr. 11; BGer 2A_408/2002 vom 13. Februar 2004).

Groesstmoegliches_3a_Guthaben_2020

Bundesgerichtsurteil zu Einkäufen

Bundesgerichtsurteil betreffend Einkäufen in die berufliche Vorsorge

Das Bundesgerichtsurteil (BGE 2C_658/2009 vom 12. März 2010) hält fest, dass ein Einkauf in die Pensionskasse nur dann steuerlich abziehbar ist, wenn innerhalb der nächsten 3 Jahre kein Kapitalbezug aus der beruflichen Vorsorge erfolgt.

Der Abzug eines Einkaufsbetrages wird somit voraussichtlich seitens der Steuerbehörden nur unter dem Vorbehalt gewährt werden, dass innerhalb der nächsten 3 Jahre nach dem Einkauf kein Kapitalbezug aus der beruflichen Vorsorge erfolgt. Bei Verletzung dieser Sperrfrist würden die entsprechenden Steuerveranlagungen nachträglich korrigiert und der Abzug gestrichen. Davon ist auch ein Vorbezug für Wohneigentum betroffen.

Die Dreijahresfrist gemäss Art. 79b Abs. 3 BVG findet auch dann Anwendung, wenn Einkauf und Kapitalbezug nicht denselben Vorsorgeplan bzw. dieselbe Vorsorgeeinrichtung betreffen. Massgeblich ist die Gesamtvorsorgesituation des Einzelnen (sog. Konsolidierte Betrachtung; vgl. BGer 2A.408/2002 vom 13. Februar 2004). Für einen die Dreijahresfrist verletzenden Einkauf wird der steuerliche Abzug auch verweigert, wenn der nachfolgende Kapitalbezug aus einem anderen Plan und / oder einer anderen Vorsorgeinrichtung erfolgt (vgl. die Analyse der Schweizerischen Steuerkonfrerenz zum Bundgerichtsentscheid vom 12. Märu 2010 (2C_658/2009) vom 3. Novemebr 2010, abrufbar unter Analyse BGE_BVG).

Entsprechende Abklärungen sind vom Versicherten vorgängig selber bei der Steuerbehörde seiner Wohngemeinde vorzunehmen.