EU Land

 

Infolge der Bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU kann seit dem 1. Juni 2007 bei einer definitiven Ausreise in ein Land der EU oder der EFTA der obligatorische Teil der Freizügigkeitsleistung nicht mehr in bar bezogen werden, sofern die Person im Ausreiseland der Sozialversicherung untersteht.

Von dieser Einschränkung ist ein allfälliges überobligatorisches (also ein über das BVG-Minimum hinausgehende) Freizügigkeitsguthaben nicht betroffen. Dieser Teil kann nach wie vor unter Einreichung der erforderlichen Unterlagen bar ausbezahlt werden.

Ihr BVG-Sparguthaben sowie den überobligatorischen Betrag Ihres Sparguthabens finden Sie auf der zweiten Seite Ihres Versicherungsausweises.

Diese Regelung gilt für jede Person, ungeachtet der Nationalität, die die Schweiz definitiv verlässt und sich in einem EU-/EFTA-Staat niederlässt sowie auch für Grenzgänger, da sie ebenfalls in einem EU-Land Wohnsitz haben.

EU Länder per

01.01.2019

EFTA Länder per 01.01.2019

Belgien
Bulgarien
Dänemark
Deutschland
Estland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Grossbritannien
Holland
Italien
Irland
Kroatien
Lettland
Litauen

Luxemburg
Malta
Österreich
Polen
Portugal
Rumänien
Schweden
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechien
Ungarn
Zypern

Fürstentum Liechtenstein
Island
Norwegen
Schweiz

 

Auswirkungen des BREXIT auf die Barauszahlung: Das Vereinigte Königreich hat die EU am 31. Januar 2020 verlassen. Das Austrittsabkommen sieht eine Übergangsfrist bis Ende 2020 vor. Dies bedeutet, dass das Vereinigte Königreich in der Übergangsfrist einem EU-Staat gleichgestellt wird. Die Barauszahlung des BVG-Minimalguthabens wegen definitivem Verlassen der Schweiz bei der Ausreise in das Vereinigte Königreich ist somit weiterhin nur möglich, wenn die betreffende Person in diesem Land nicht der obligatorischen Alters-, Invaliden- und Hinterlassenenversicherung untersteht.